In der Krankengymnastik wird nicht nur „geturnt“ bzw. werden nicht nur gymnastische Übungen gemacht. Die Krankengymnastik ist vielmehr eine an die jeweilige Krankheit angepasste Bewegungstherapie mit speziellen Behandlungstechniken, welche sich immer aktuell an der Symptomatik des Patienten orientiert.
Die Krankengymnastik wird bei den verschiedensten Krankheitsbildern in allen Altersstufen angewandt.
Häufig werden Schmerzen durch Operationen, Traumata, Fehl- und Belastungshaltung verursacht.
Deshalb wird in der Krankengymnastik die Ursache der Schmerzen ausfindig gemacht und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man sich besser bewegen sollte bzw. den Berufs- und Arbeitsalltag anders gestalten kann um Probleme und Einschränkungen auf Dauer zu lindern oder zu vermeiden.
In der Krankengymnastik wird passiv und/oder aktiv gearbeitet, d. h. passive Methoden werden angewandt, um verspannte Muskulatur zu lockern, versteifte Gelenke zu mobilisieren oder auch um sehr starke Schmerzen zu lindern. Aktive Krankengymnastik dient der Verbesserung der Kraft, der Ausdauer, der Koordination.
Bei der Wahl der Therapie und dem Therapieablauf versuchen wir auf die Wünsche, Hobbys und Sportarten des Patienten einzugehen bzw. sich danach zu orientieren welches Ziel der Patient selbst hat.
Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine Behandlungsform, mit der das Lymphgefäßsystem im ganzen Körper unterstützt und angeregt werden kann.
Ziel der MLD ist es, Hauptstationen von Lymphknoten entlang der Lymphwege durch sanfte, rhythmische, langsame Spezialhandgriffe den Abtransport vermehrter Gewebsflüssigkeit zu fördern und so für eine Entstauung, Schmerzlinderung und verbesserte Funktion zu sorgen.
Eine vermehrte Ansammlung von Lymphflüssigkeit im Gewebe kann vielfältige Ursachen haben. So können z. B. nach Verletzungen und Operationen, nach Entfernung von Lymphknoten im Rahmen einer Tumorbehandlung, bei bestimmten rheumatischen Erkrankungen oder bei Venenerkrankungen Schwellungen auftreten.
Durch die Lymphdrainage wird das Immunsystem aktiviert und gekräftigt und beeinflusst und kann somit den Heilungsprozess bei Verletzungen und Erkrankungen verkürzen.
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der betroffenen Körperregion bzw. dem Schweregrad und kann 30, 45 oder 60 Minuten betragen.
Im Rahmen physiotherapeutischen Behandlungen können Hausbesuche, die Versorgung des Patienten in der häuslichen Umgebung sowie in sozialen Einrichtungen, durchgeführt werden.
Ist es einem Patienten aus medizinischen Gründen nicht möglich, den behandelnden Physiotherapeuten in der Praxis aufzusuchen, kann der Hausbesuch ärztlich verordnet werden. Die Kosten für solche Hausbesuche werden dann von der Krankenkasse bezahlt.
zurück zur Übersicht
Die klassische Massage ist wahrscheinlich die älteste und bekannteste Form der Massage.
Anwendungsschwerpunkte der klassischen Massage sind die Muskulatur und das Bindegewebe des Körpers.
Wirkung der klassischen Massage ist es Verklebungen zu lösen, erhöhte Spannungsaktivitäten der Muskulatur oder des Gewebes zu reduzieren, die Durchblutung zu fördern, den Stoffwechsel anzuregen und schließlich die Muskulatur zu entspannen.
Darüber hinaus kann sie andere physiotherapeutische Maßnahmen (z. B. Krankengymnastik) unterstützen und somit bei einer optimalen Regeneration überlasteter Gewebe behilflich sein.
Die Manuelle Therapie ist eine Fachrichtung innerhalb der Physiotherapie, die von speziell ausgebildeten Therapeuten durchgeführt wird.
Nach einer ausführlichen Befundung, behandelt der Therapeut Muskeln, Gelenken oder Nerven. Wenn die Ursache für die Beschwerden ausfindig gemacht werden konnte, wird die Therapie in der Regel in Form einer Mobilisation durchgeführt.
Der Therapeut wendet zu diesem Zweck ganz spezielle Handgriffe an, wobei mehrere Mobilisationstechniken angewendet werden können.
Verwirrend für den Laien ist, dass Physiotherapeuten natürlich immer manuell, das heißt mit den Händen arbeiten. In dieser Methode wird allerdings ganz besonders Wert auf die genaue Position der Hände und deren Bewegungsrichtung sowie Krafteinsatz gelegt.
Mit dem Ziel der Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung werden sowohl passive, mobilisierende Techniken der Therapeuten als auch aktive Übungen der Patienten zu Dehnung, Kräftigung und Stabilisation durchgeführt.